Innenminister Otto Schily ist gegen neue Stasi-Überprüfungen
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
In der Debatte um eine erneute Überprüfung von Parlamentariern und Angehörigen des Öffentlichen Dienstes auf Stasi-Verbindungen hat Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) zur Zurückhaltung gemahnt. Auch nach der Freigabe der "Rosenholz"-Dateien, auf denen alle Spitzel der DDR-Auslandsspionage registriert sind, sehe er"keinen Anlass" für eine generelle neue Überprüfung: "Das wäre eine überzogene Konsequenz." Schily verweist darauf, dass etwa bei einem Spitzelverdacht gegen Bundestagsabgeordnete die Birthler-Behörde ohnehin "pflichtgemäß" das Parlament unterrichten müsse.