Brandenburgs CDU-Innenminister Jörg Schönbohm wirft SPD DDR-Mentalität vor
Brandenburgs Innenminister und CDU-Landeschef Jörg Schönbohm hat offen seinen Führungsanspruch für das Land Brandenburg erklärt. Bei den Landtagswahlen im Herbst kommenden Jahres strebe er das Amt des Ministerpräsidenten an. "Ja, ich werde dieses Land führen, wenn die Mehrheit es will. Ich setze auf Sieg." Er wolle dafür sorgen, dass die DDR-Mentalität, die viele in der SPD bis heute präge, nicht "bestimmend bleibt in diesem Land". Die SPD sei in Bund und Land "tief verunsichert". Die Partei wisse nicht mehr, wofür sie stehe. Scharf attackiert Schönbohm Bundeskanzler Gerhard Schröder und dessen Regierung. "Rot-Grün im Bund ist ein Desaster für unser Land." Er hoffe allerdings, dass Schröder bis zum Wahltag in Brandenburg Kanzler bleibe: "Der ist doch unser zwölfter Mann auf dem Platz." Eindringlich warnt Schönbohm vor einer SPD-PDS-Koalition in Brandenburg. "Die Menschen in Brandenburg wollen kein rot-rotes Bündnis." Er plädiert für eine Fortsetzung der rot-schwarzen Koalition, "egal ob wir Senior- oder Juniorpartner sind".