Qaida-Sympathisanten lassen Kinder an Bonner König-Fahd-Akademie ausbilden - Regierungspräsident will Schule schließen
Mehrere den Sicherheitsbehörden bekannte Islamisten sind in den vergangenen Monaten ins Umfeld der Bonner König-Fahd-Akademie gezogen, um ihre Kinder dort nach saudischen Lehrplänen ausbilden zu lassen und die Predigten in der Schulmoschee zu besuchen. Zu den Verdächtigen, die bei Ermittlungen des Generalbundesanwalts nach den Anschlägen des 11. September auffielen, zählen Mamoud A., einstiger Leiter eines Islamisten-Treffs in Duisburg, der dort mit dem Konvertiten und Afghanistan-geschulten Kämpfer Christian Ganczarski zusammenarbeitete, einem mutmaßlichen Weggefährten des Attentäters von Djerba, sowie der Ägypter Sayed M., mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation al-Tawhid, die mit al-Qaida kooperiert. Im Umfeld der königlichen Akademie stießen Fahnder auch auf Spuren des 1998 bei München verhafteten Qaida-Finanzmannes Mamduh Salim. "Das entwickelt eine Sogwirkung in der ganzen Republik", befürchtet der Kölner Regierungspräsident Jürgen Roters: "Mein Ziel ist es, die Schule zu schließen. Aber wir müssen es rechtsstaatlich sicher machen." Rückendeckung bekommt Roters vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Peer Steinbrück (SPD). Wer freiheitliche Prinzipien bekämpfe, dürfe keine Schüler ausbilden. Steinbrück: "Wir werden Intoleranz nicht tolerieren."