Wehrverwaltung will bei Soldaten sparen / Kantinenessen fast doppelt so teuer - DER SPIEGEL
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Wehrverwaltung will bei Soldaten sparen / Kantinenessen fast doppelt so teuer

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Neue Sparvorhaben sorgen in der Bundeswehr für heftigen Unmut. Die zivile Wehrverwaltung verlangt, dass Zeit- und Berufssoldaten für die Verpflegung in der Kaserne künftig fast doppelt so viel bezahlen sollen wie bisher: 6,53 statt 3,60 Euro pro Tag. So sollen jährlich etwa 12 Millionen Euro eingespart werden - gemessen am Bundeswehr-Haushalt von 24,2 Milliarden Euro ein Kleckerbetrag. Hart sind auch die Auswirkungen jüngster Beschlüsse zur Besoldung: Die Regierung will zwar die Gehälter ein wenig aufbessern, kürzt aber zugleich Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Für einen ledigen Oberfeldwebel steht der Gehaltserhöhung um 170 Euro im kommenden Jahr ein Minus von 700 Euro bei Weihnachts- und Urlaubsgeld gegenüber, wie der Deutsche Bundeswehr Verband vorrechnet. Soldaten im Ausland beschweren sich derweil zunehmend, dass der Bund ihnen bei Einsätzen wie in Kabul monatlich bis zu 95 Euro für die Unterbringung in Zelten und Containern berechnet. Aus Sorge um nachlassende Motivation der Truppe durch solche "Nadelstiche" hat Heeresinspekteur Gert Gudera intern verlangt, die "Containermiete" (Truppenjargon) abzuschaffen und das Verpflegungsgeld nicht anzutasten.