Merz schlägt Steuer-Stufentarif von 12, 24 und 36 Prozent vor - Entlastung von fünf Milliarden Euro
In seinem Steuerreformmodell schlägt Unions-Fraktionsvize Friedrich Merz einen Stufentarif von 12, 24 und 36 Prozent vor. Einkommen bis 8000 Euro bleiben steuerfrei. Zwischen 8000 und 16000 Euro beträgt der Steuersatz 12 Prozent, zwischen 16000 und 40000 Euro 24 Prozent. Für darüber liegende Einkommen wird der Spitzensteuersatz von 36 Prozent fällig. Für Verheiratete würden die doppelten Einkommensgrenzen gelten. Für die Unternehmen soll die Steuerbelastung inklusive Gewerbesteuer von derzeit 39 Prozent ebenfalls auf 36 Prozent sinken. Im Gegenzug für die niedrigeren Tarife will Merz zahlreiche Steuervergünstigungen streichen. Auf Zinsen soll eine Abgeltungsteuer von 24 Prozent fällig werden. Unternehmen sollen auf Gewinne aus Beteiligungsverkäufen, die bislang steuerfrei sind, 18 Prozent Steuern zahlen. Der niedrigere Steuersatzverlauf würde die Steuerzahler um 40 Milliarden Euro entlasten. 35 Milliarden Euro holte sich der Fiskus aber wieder, indem er die Vergünstigungen streichen würde. Unter dem Strich bliebe eine Nettoentlastung von fünf Milliarden Euro. Profitieren würden nach Einschätzung von Merz vor allem Bezieher von unteren und mittleren Einkommen, höhere müssten draufzahlen. "Viele Bezieher hoher Einkommen werden dann auch wirklich den Spitzensteuersatz bezahlen müssen, weil sie sich vor dem Fiskus nicht mehr arm rechnen können", so der CDU-Politiker gegenüber dem SPIEGEL.