SPD-Parteipräsidium wird verjüngt - DER SPIEGEL
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SPD-Parteipräsidium wird verjüngt

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Bei der SPD zeichnet sich nach dem Parteitag im November in Bochum eine deutliche Verjüngung des Parteipräsidiums ab. Bei den Posten der stellvertretenden Parteivorsitzenden dürfte Ute Vogt, 39, den Platz von Familienministerin Renate Schmidt, 59, einnehmen. Unter den Beisitzern strebt der Thüringer Landeschef Christoph Matschie, 42, den Ostposten von Christine Bergmann, 64, an. Ausscheiden wird voraussichtlich Ex-Justizministerin Herta Däubler-Gmelin, 60. Für ihren Platz will - mit guten Aussichten - die ehemalige Juso-Vorsitzende Andrea Nahles, 33, kandidieren. Hoffnungen auf einen Platz im 14-köpfigen Parteipräsidium macht sich auch der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Harald Schartau, 50. Er könnte möglicherweise Finanzminister Hans Eichel, 61, verdrängen. Im Gespräch ist aber auch, Ministern einen Sonderstatus zu gewähren. Keine wesentliche Verjüngung ist beim Ersatz von Gerhard Schröders Vize Rudolf Scharping, 55, zu erwarten. Für ihn will der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, 54, ins Präsidium aufrücken. Bei den Frauen, für die eine 40-Prozent-Quote gilt, wird die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann, 54, als Kandidatin gehandelt. Gewählt wird das Gremium alle zwei Jahre vom Parteivorstand, der sich in Bochum neu konstituiert. Als ungefährdet gelten neben Parteichef Schröder seine Stellvertreter Wolfgang Thierse, Wolfgang Clement und Heidemarie Wieczorek-Zeul, Generalsekretär Olaf Scholz, Fraktionschef Franz Müntefering, Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier sowie Bildungsministerin Edelgard Bulmahn.