Leipzigs Olympia GmbH im Ruch der Vetternwirtschaft
Die Leipziger Olympia-GmbH gerät immer stärker ins Zwielicht. Bei einer kurzfristigen Prüfung der Bücher durch Beamte der sächsischen Staatskanzlei ist eine dubiose Rechnung einer Beratungsfirma aufgetaucht. Die Gesellschaft "Pentacom" hat der GmbH 60 000 Euro für PR-Beratung und Strategieentwicklung in Rechnung gestellt - unter anderem offenbar für die Begleitung bei Medienterminen des Leipziger Oberbürgermeisters Wolfgang Tiefensee (SPD). Kurz zuvor war eine ähnlich geartete Rechnung über rund 75900 Euro gefunden worden. In der Beraterfirma sind die Ex-Arbeitgeber des Geschäftsführers der Olympia-GmbH, Dirk Thärichen, versammelt. Thärichen lässt sein Amt zurzeit ruhen. Sachsens Regierungschef Georg Milbradt (CDU), selbst im Aufsichtsrat der GmbH, zeigt sich entsetzt und verlangt nach dem neuen Fund auch von Tiefensee die "restlose Aufklärung" der Vorgänge.