Keine Schnäppchen für Käufer von Bundesmarine-Schnellbooten - DER SPIEGEL
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Keine Schnäppchen für Käufer von Bundesmarine-Schnellbooten

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Lebhaftes Interesse an alten Schnellbooten der Deutschen Marine registriert Verteidigungsminister Peter Struck - noch weit vor deren Ausmusterung. Wegen akuter Geldnot hatte der Ressortchef im Mai verfügt, bis Ende 2005 zehn mit Torpedos, Kanonen und "Exocet"-Raketen bewaffnete Boote der Klasse S-143 außer Dienst zu stellen. Mittlerweile reißen sich knapp ein Dutzend Länder um die beinahe 30 Jahre alten Seefahrzeuge. "Die meisten Interessenten zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie nichts bezahlen wollen", lästert Struck, der erst vergangene Woche bei Visiten in Marokko und Tunesien mit Boots-Wünschen konfrontiert wurde. Nachdem der Bundesrechnungshof kürzlich die Abgabe von 128 "Leopard"-Panzern zu Schleuderpreisen an den Nato-Partner Polen gerüffelt hatte, will der Minister sich jetzt nicht mehr mit symbolischen Beträgen abspeisen lassen. Außerdem stellt der Sozialdemokrat eine Zusatzbedingung, die heimische Arbeitsplätze sichern soll: S-Boot-Käufer müssen sich verpflichten, beim Hersteller - der Bremer Lürssen-Werft - einen Wartungsvertrag zu schließen.