Renten sollen stärker sinken als bisher bekannt
Die Bundesregierung will im Zuge der geplanten Rentenreform das Altersgeld stärker kürzen als bislang bekannt. Internen Berechnungen des Sozialministeriums zufolge werden die jährlichen Abschläge bei der Rentenanpassung größer und das Bruttorentenniveau geringer ausfallen - im Gegensatz zu den bisherigen Plänen. Ursache ist die Entscheidung der Bundesregierung, die Altersgrenze vorerst nicht auf 67 Jahre zu erhöhen. Dadurch erhöht sich der Anteil der Rentner an der Gesamtbevölkerung und damit das Gewicht des geplanten so genannten Nachhaltigkeitsfaktors in der Rentenformel, der den jährlichen Anstieg der Altersgelder dämpfen soll. Deshalb werden die Rentenanpassungen in den nächsten drei Jahrzehnten um rund 0,3 Prozentpunkte pro Jahr niedriger ausfallen als bislang geplant. Das Rentenniveau sinkt demnach bis zum Jahr 2030 auf unter 40 Prozent der Bruttolöhne. Bislang wollte die Regierung ein Absinken des Rentenniveaus unter die 40-Prozent-Marke möglichst vermeiden.