Niki Lauda plant Einstieg bei Aero Lloyd Austria
Angestellte der insolventen Ferienfluggesellschaft Aero Lloyd können vermutlich schon bald wieder abheben - mit Hilfe eines österreichischen Ablegers, der nicht mit in den Pleitestrudel gerissen wurde. Wie Branchenkenner berichten, will der österreichische Multi-Unternehmer Niki Lauda bei der Austria-Tochter der angeschlagenen Charter-Airline einsteigen und dort womöglich die Mehrheit übernehmen. Der Ex-Rennfahrer musste die restlichen Anteile an seiner Edel-Fluglinie Lauda Air auf Grund wirtschaftlicher Probleme vor drei Jahren an den Erzrivalen Austrian Airlines verkaufen und zusichern, sich bis Ende 2003 nicht im Luftfahrtgeschäft zu betätigen. Zur Ablenkung managte der Ex-Formel-1-Pilot vorübergehend den Jaguar-Rennstall und gründete eine Billig-Autovermietung ("Laudamotion"). Pünktlich zum Auslaufen seiner Wettbewerbsklausel will der Multimillionär nun wieder im Fluggeschäft Fuß fassen und eine österreichische Billig-Airline gründen. Als Plattform für sein Comeback sollen ihm zunächst bis zu vier Maschinen der flügellahmen Aero Lloyd dienen, die der Österreicher unter anderem mit Gästen von Pauschalveranstaltern wie TUI oder Thomas Cook füllen will. Sollte auch das Insolvenzgericht dem geplanten grenzübergreifenden Deal zustimmen, kann zumindest ein Teil der Flotte schon bald wieder durchstarten.