Banken: Eichel drängt auf innerdeutsche Fusionen - DER SPIEGEL
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Banken Eichel drängt auf innerdeutsche Fusionen

Bundesfinanzminister Hans Eichel hat führende deutsche Banken aufgefordert, untereinander zu fusionieren - um die Krise des Gewerbes zu beenden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Anschluss an die so genannte Bristol-Runde, einem regelmäßigen Meinungsaustausch führender Finanzmanager, hatte der Politiker kürzlich die Vorstandschefs Josef Ackermann (Deutsche Bank), Klaus-Peter Müller (Commerzbank), Herbert Walter (Dresdner Bank) und Dieter Rampl (HypoVereinsbank) zu einem separaten Gespräch gebeten.

Eichel zeigte sich dabei in großer Sorge, dass deutsche Großbanken von ausländischen Konkurrenten übernommen werden könnten. Auch aus wirtschaftspolitischen Gründen sei eine Konsolidierung notwendig, sagte der Minister. Schließlich könnten die Institute mittelständische Unternehmen nicht mit der nötigen Liquidität versorgen.

Die entsprechenden Institute sind seither wieder in Sondierungsgesprächen über mögliche Zusammenschlüsse. Eichel hat den Bankern zugesagt, auch selbst mit Gesetzesinitiativen zur Stärkung des Finanzplatzes beizutragen. So sollen einem internen Positionspapier zufolge alle "unbegrenzt steuerpflichtigen Privatpersonen zwischen 16 und 65 Jahren" die staatlich geförderte und künftig vereinfachte Altersvorsorge (Riester-Rente) in Anspruch nehmen können.

Außerdem will der Minister den Immobilienmarkt stärken. Unternehmen sollen bei "konzerninternen Transaktionen" keine Grunderwerbsteuer mehr zahlen.