EnBW erwägt Rückzug als WM-Sponsor
Der Karlsruher Energieversorger EnBW denkt angesichts seiner Milliardenverluste über einen Ausstieg als nationaler Sponsor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland nach. Derzeit prüft der Vorstand, ob und zu welchen Konditionen ein Rückzug aus dem 12,9-Millionen-Euro-Kontrakt mit dem WM-Organisationskomitee (OK) möglich ist. "Wenn wir den Vertrag noch einmal vorgelegt bekämen, würden wir keine zehn Minuten darüber debattieren", sagt ein EnBW-Manager. Für die deutschen WM-Macher um OK-Präsident Franz Beckenbauer wäre ein möglicher Ausstieg des Energiekonzerns ein herber Rückschlag. Zumal das OK von den ursprünglich geplanten sechs nationalen Förderern bislang nur vier unter Vertrag hat. Unternehmen wie SAP, Deutsche Bahn, Dresdner Bank, Bayer, Ruhrgas oder Metro gaben den WM-Planern einen Korb. Unterdessen plant die deutsche Industrie eine eigene Initiative, um den Standort Deutschland im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 2006 zu präsentieren. Zu einer ersten Sitzung zu diesem Thema traf sich am 11. November der Sprecherkreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin.