Afghanistans Präsident fordert von Pakistan, den Transfer von Terroristen zu unterbinden - DER SPIEGEL
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Afghanistans Präsident fordert von Pakistan, den Transfer von Terroristen zu unterbinden

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Afghanistans Präsident Hamid Karzai hat dem Nachbarn Pakistan erstmals direkt vorgeworfen, im Kampf gegen den Terrorismus nicht ausreichend zu kooperieren. Sein Amtskollege Pervez Musharraf solle den Transfer von Untergrundkämpfern Richtung Afghanistan endlich unterbinden, sagte Karzai in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL, das in der neuesten Ausgabe erscheint. Islamabad müsse "jene Taliban-Führer festnehmen, die sich auf pakistanischem Gebiet befinden, und jene Geistlichen stoppen, die im Namen der Religion Hass verbreiten" sowie in ihren Koran-Schulen neue Taliban-Kämpfer heranzüchten. Zugleich appellierte Karzai erneut an befreundete Länder wie Deutschland und Großbritannien, ihre Präsenz in den paschtunischen Unruheprovinzen im afghanischen Südosten zu verstärken. Die Terroristen versuchten, einen Zustand allgemeiner Rechtlosigkeit im Lande herbeizuführen, so Karzai gegenüber dem SPIEGEL. Nach der Ermordung einer französischen Mitarbeiterin hatte die Uno vorige Woche einen Teil ihres Personal evakuiert, Südkorea zog seinen Botschafter und weitere Diplomaten aus Kabul zurück.