Datenschutzrisiken bei Rabattkarten
Längst nicht alle Betreiber von Rabatt- und Kundenkartensystemen halten sich an die Vorgaben des Datenschutzes. Das geht aus einer bisher unveröffentlichten Studie im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hervor, über die der SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe berichtet. Laut der Untersuchung fängt der lockere Umgang mit dem Datenschutz schon beim Kartenantrag an - häufig werde dem Konsumenten nicht klar gemacht, welche Angaben zum Vertragsabschluss notwendig und welche lediglich freiwillig seien. Zudem werde oft verschwiegen, dass der Kunde die Rabatte auch dann in Anspruch nehmen könne, wenn er untersagt, dass sein Konsum zu Marktforschungszwecken analysiert wird. Viele Betreiber, so das Fazit der 210 Seiten starken vzbv-Studie, würden auch nur unzureichend erläutern, welche Daten erfasst und wie diese genutzt werden. Der Verbraucher, fordert vzbv-Experte Roland Stuhr im SPIEGEL, müsse darüber aufgeklärt werden, welche Blöße er sich durch die Benutzung einer Rabattkarte gebe. In Ausnahmefällen haben nämlich sogar Polizei und Staatsanwaltschaft Zugriff auf die Kundendaten.