Kanzler Schröder sagt KSK-Besuch ab
Nach der Affäre um den Chef des Kommandos Spezialkräfte der Bundeswehr, General Reinhard Günzel, hat Kanzler Gerhard Schröder einen für kommenden Montag geplanten Besuch bei der Elite-Einheit abgesagt. Günzel war im November von Verteidigungsminister Peter Struck in den einstweiligen Ruhestand entlassen worden, weil er antisemitische Äußerungen des mittlerweile aus der CDU-Bundestagsfraktion ausgeschlossenen Abgeordneten Martin Hohmann gelobt hatte. Mit der Affäre habe die Absage der Kanzler-Visite indes nichts zu tun, erklären Regierungssprecher. Vielmehr hätten andere Termine Schröder in Zeitnot gebracht. Für die Truppenbesichtigung wäre letztlich nur eine Stunde verfügbar gewesen - zu wenig für die fernsehgerechte Vorführung von Schießübungen samt simulierter Geiselbefreiung.