Scharping wird Berater - DER SPIEGEL
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Scharping wird Berater

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping, 56, steigt ins Beratungsgeschäft ein. Der frühere SPD-Vorsitzende, der nach wie vor Mitglied des Bundestages ist, will zusammen mit mehreren "hervorragenden Fachleuten" im Laufe des kommenden Jahres unter dem Kürzel SBK (Strategie, Beratung, Kommunikation) eine Firma gründen, an der er mit 15 Prozent beteiligt ist. Sie soll vor allem so genannte Public-Private-Partnership-Projekte beraten, also Kooperationen zwischen privaten Initiatoren und der öffentlichen Hand. Scharping, der im Sommer 2002 wegen seiner Beziehungen zu dem umstrittenen Frankfurter PR-Berater Moritz Hunzinger als Verteidigungsminister entlassen wurde, schließt jedoch aus, "dass die Firma, an der ich beteiligt bin, öffentliche Aufträge akquiriert oder übernimmt". Auf dem Parteitag der SPD im November hatte Scharping, bis dahin stellvertretender Vorsitzender, nicht mehr für ein Parteiamt kandidiert.