Gesundheit Fachärzte beobachten Sterilisationsboom
Die Nachfrage sei in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen, berichten Urologen und Gynäkologen übereinstimmend. Eine Verdreifachung beobachtet etwa der Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen, Klaus Schalkhäuser, in seiner Praxis: "Bis zum Jahresende sind wir ausgebucht."
Der Grund ist die Gesundheitsreform. Wer sich nach dem 31. Dezember die Samenleiter durchtrennen oder die Eileiter verschließen lässt, muss selbst zahlen: Männer rund 300 Euro, Frauen mindestens das Doppelte. Die Kassen erstatten dann nur noch medizinisch erforderliche Sterilisationen.
Auch wer partout Kinder will, muss mit höheren Kosten rechnen: Bei künstlichen Befruchtungen wird ab Januar nur noch die Hälfte der Kosten übernommen - und auch nur noch bei drei, nicht vier Inseminationsversuchen.