Citigroup muss Parmalat-Akten an Luxemburger Ermittler herausgeben
Im Milliardenskandal um den italienischen Pleite-Konzern Parmalat gerät die amerikanische Citigroup unter Druck. Im Rahmen ihrer kürzlich eröffneten Geldwäsche- Untersuchung habe das Luxemburger Untersuchungsrichteramt, so heißt es in Bankenkreisen des Großherzogtums, jetzt unter anderem von der Citigroup die Herausgabe von Kontounterlagen des Milchkonzerns verlangt. In dem Verfahren gilt die Citigroup allerdings nicht als Beschuldigte. Die Citibank in London lehnt jeden Kommentar dazu ab. Insgesamt sollen rund zehn Banken und Finanzgesellschaften ins Visier der Fahnder geraten sein. In Luxemburg haben mehrere Gesellschaften ihren Sitz, die dem Imperium von Parmalat-Gründer Calisto Tanzi zuzurechnen sind. Dazu zählen unter anderem Satalux, Tabata und Third Millennium. Über Luxemburger Firmen sollen nicht nur Immobilien und die Yacht von Tanzi gehalten worden sein, auch Bonuszahlungen an Topmanager sind angeblich über diese Kanäle geflossen. Die italienische Finanzpolizei konzentriert sich auf die Parmalat-Beziehungen der Citigroup sowie sieben weiterer Banken wie Deutsche Bank, UBS, Bank of America und JP Morgan.