Landesregierung rügt Verhalten des Verfassungsschutzchefs von Sachsen-Anhalt - DER SPIEGEL
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Landesregierung rügt Verhalten des Verfassungsschutzchefs von Sachsen-Anhalt

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Dem Leiter des Verfassungsschutzes von Sachsen-Anhalt, Volker Limburg, wird aus Kreisen der Landesregierung "höchst unprofessionelles Verhalten" vorgeworfen. Limburg hatte Anfang des Jahres öffentlich vor der im Kosovo ansässigen Firma zweier ostdeutscher Neonazis gewarnt, die auch in Magdeburg aktiv sei und deren Verbindungen nach Deutschland man "äußerst aufmerksam" beobachte. Der Geheimdienstchef hatte das Unternehmen im Zusammenhang mit der zunehmenden Gefahr durch die rechte Szene genannt. Eine amtsinterne Prüfung ergab jedoch, dass einer der beiden Unternehmer jahrelang als V-Mann für Limburgs Mitarbeiter tätig war. Der Informant habe als Spitzenquelle gegolten und sei erst während des NPD-Verbotsverfahrens abgeschaltet worden. Limburg, der dem Innenministerium untersteht, sieht sich nun dem Vorwurf ausgesetzt, die Gefahr von rechts absichtlich übertrieben zu haben. Schließlich hätten die Aktivitäten des einstigen Spitzels unter den Augen seines Amtes stattgefunden.