Gruner + Jahr will trotz Schwierigkeiten an US-Geschäft festhalten
Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr (G+J) will auch nach der Entlassung seines Amerika-Statthalters Daniel Brewster an seinen Aktivitäten in den USA festhalten. Man werde sogar trotz aller Schwierigkeiten "versuchen, unser Geschäft hier auszubauen", so G+J-Vorstandsmitglied Axel Ganz im SPIEGEL-Interview. Über eine schon seit längerem geplante US-Ausgabe des People-Magazins "Gala" gebe es indes "noch keine Entscheidung". Selbstkritisch gab sich Ganz bezüglich der Wirtschaftstitel "Fast Company" und "Inc.", die der Verlag zu Hoch-Zeiten der New Economy für insgesamt 560 Millionen Dollar eingekauft hatte. Der Verlag habe "leider den Einbruch des Anzeigengeschäfts nicht vorausgesehen", räumt Ganz ein. "Im Rückblick muss man sagen, ein Kauf zur falschen Zeit." Imageschädigende "Vorfälle" wie die Affäre um zweifelhafte Auflagenzahlen des ehemaligen G+J-Magazins "Rosie" habe man inzwischen im Griff, so Ganz. "Wir haben unseren Anzeigenkunden einen Brief geschrieben, uns entschuldigt und sofort dafür gesorgt, dass sich so etwas nicht wiederholen kann."