SPIEGEL: Prüfbericht der Bundesagentur für Arbeit weist zwei gravierende und mehrere kleinere Verstöße gegen das Vergaberecht nach
Die Innenrevision der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit hat bei der Überprüfung der umstrittenen Beraterverträge der Behörde in mehreren Fällen Verstöße gegen die einschlägigen Vergabevorschriften nachgewiesen. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL unter Berufung auf den 42 Seiten umfassenden Prüfbericht. Danach kam es bei 2 der 49 untersuchten Vergabeverfahren zu gravierenden Verstößen. Betroffen waren dabei ein Auftrag für das Beratungsunternehmen Roland Berger sowie einer für die Computerfirma IBM. Zwei weitere Verfahren enthielten so viele Mängel, dass sie nach Ansicht der Revisoren das Risiko für juristische Einwände bieten könnten. Zehn Verfahren enthielten kleinere Fehler. Die übrigen Verfahren wurden dem Bericht zufolge ordnungsgemäß abgewickelt. Unterdessen hat die Regierung dem SPIEGEL zufolge bereits mit der Suche nach geeigneten Nachfolgern für den umstrittenen Agenturchef Florian Gerster begonnen. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten Regierungskreisen zufolge der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Alfred Tacke, sowie der Telekom-Personalvorstand Heinz Klinkhammer.