Nahost Smyrek will zurück in den Libanon
Das deutsche Hisbollah-Mitglied Steven Smyrek will so schnell wie möglich zurück in den Libanon. Smyrek versuchte bereits während des Gefangenenaustauschs in Köln-Wahn mit ausgeflogen zu werden. Als die deutschen Behörden dies ablehnten, erklärte Smyrek, er werde am Montag in der libanesischen Botschaft in Berlin einen entsprechenden Antrag auf Einreise stellen. Anschließend wolle er Deutschland dauerhaft verlassen. Die Libanesen haben offenbar bereits ihre Zustimmung signalisiert. Beamte des Düsseldorfer Landeskriminalamts hatten Smyrek am Donnerstag zu seinen Verwandten nach Detmold gefahren und ihn in einem so genannten "Gefährdergespräch" gewarnt, in Deutschland erneut für die Hisbollah tätig zu werden. Dabei hatte Smyrek versichert, er plane keinerlei terroristische Aktivitäten in Deutschland. Er kämpfe zwar für die Freiheit des palästinensischen Volkes, lehne aber Anschläge auf israelische Einrichtungen in Deutschland prinzipiell ab. Ausweichend äußerte er sich zu der Frage, ob er im Libanon erneut für die Hisbollah in den heiligen Krieg ziehen wolle. Um einen noch offenen Haftbefehl wegen einer nicht gezahlten Geldstrafe in Höhe von 950 Euro bezahlen zu können, hatte Smyrek zuvor auf dem Kölner Flughafen unter seinen Glaubensbrüdern gesammelt und die Summe in bar beglichen.