Französische Verteidigungsministerin lehnt Truppen für den Irak ab - DER SPIEGEL
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Französische Verteidigungsministerin lehnt Truppen für den Irak ab

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Die französische Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie hat den Einsatz französischer Militärs im Irak ausgeschlossen. "Die politischen Voraussetzungen für die Entsendung französischer Truppen liegen heute nicht vor", sagte die Politikerin in einem SPIEGEL-Interview: "Deshalb kommt ein solcher Einsatz nicht in Frage". Die Ministerin kündigte zugleich die Bereitschaft ihres Landes an, zum Wiederaufbau und zur Stabilisierung des Irak beizutragen. "Gemeinsam mit unseren deutschen Freunden möchten wir in Bereichen aktiv werden, in denen wir uns besonders kompetent fühlen: bei der Ausbildung von Armee, Polizei und Gendarmerie", betonte Michèle Alliot-Marie im SPIEGEL-Interview. Sie erklärte außerdem, dass auch Japan zu entsprechender Hilfe bereit sei. Vor dem französischen Hilfsbeitrag müssten allerdings "bestimmte Bedingungen erfüllt werden". Das Ende des Besatzungsregimes durch die USA, die Rückgabe der Souveränität an eine legitime Regierung sowie eine aktive Beteiligung der Uno seien die Voraussetzung. "An einem Besatzungsregime beteiligen wir uns nicht", sagte die Pariser Politikerin. Die Verteidigungsministerin unterstrich zudem die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik. Frankreich, Deutschland, Großbritannien und andere europäische Länder seien "durch den gemeinsamen Willen verbunden, die ökonomische Großmacht Europa in eine politische Macht zu verwandeln, die ihre Bürger, ihre Interessen und ihre Werte in der Welt beschützen kann", so Michèle Alliot-Marie im SPIEGEL.