Berlin, Paris und Tokio koordinieren Hilfe für Irak - DER SPIEGEL
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Berlin, Paris und Tokio koordinieren Hilfe für Irak

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Deutschland, Frankreich und Japan wollen gemeinsam mit einem umfangreichen Kooperationsprogramm zum zivilen Wiederaufbau des Irak beitragen. Auf die Grundlinien solch eines trilateralen Projekts haben sich Regierungsvertreter der drei Staaten jetzt bei einem Treffen in Berlin verständigt. Bundeskanzler Gerhard Schröder will die Initiative des Trios Ende Februar bei seinem Amerika-Besuch Präsident George W. Bush im Detail erläutern. Berlin, Paris und Tokio wollen ihre Zusammenarbeit im Irak auf vier Bereiche konzentrieren:

  • Bis Ende 2005 sollen in den Vereinigten Arabischen Emiraten 2000 irakische Polizisten, vornehmlich Kriminalbeamte und Zöllner, ausgebildet werden. Die Federführung hierfür liegt bei den Deutschen. Berlin schickt ein Dutzend Experten für einen ersten Ausbildungskurs mit 150 Teilnehmern schon im März nach Abu Dhabi.
  • Ein stärkeres deutsches Engagement soll es zudem bei der Neuordnung des Berufsschulwesens geben, wobei auch auf Lehrer aus Ägypten zurückgegriffen wird.
  • Alle drei Länder wollen in ihrer abgestimmten Entwicklungshilfe der Wasser- und Energieversorgung im Irak Priorität einräumen.
  • In der kulturellen Zusammenarbeit sollen vornehmlich die Franzosen sich um den Wiederaufbau des Universitätssystems, der Bibliotheken und Archive kümmern. Japan, das dem Irak für 2004 Kredite in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar zugesagt hat, will bei allen trilateralen Projekten überwiegend mit der Bereitstellung von Materialien und technischer Hilfe aufwarten.