Blutspende-Opfer klagen gegen Aventis - DER SPIEGEL
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Blutspende-Opfer klagen gegen Aventis

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Auf Schadensersatz verklagen 63 an Hepatitis C erkrankte Österreicher den französisch- deutschen Pharmakonzern Aventis. Sie hatten sich bei einer Plasmaspende auf Grund mangelnder Hygiene bei der Entnahmestelle der Firma Seroplas infiziert. Der Frankfurter Hoechst-Konzern, der an Seroplas beteiligt war, fusionierte später mit Rhône-Poulenc zu Aventis. Bereits vor zweieinhalb Jahren hatten sich nach langjährigen Verfahren vor Gerichten in Linz, Klagenfurt und Wien 259 Geschädigte oder deren Hinterbliebene mit der Versicherung der Plasmaspendefirma Seroplas verglichen. Die Entschädigungssumme betrug knapp 7,5 Millionen Euro. In den aktuellen Verhandlungen mit den an Hepatitis C erkrankten Spendern habe die Versicherung nun aber jedem Geschädigten nur ein Drittel der ersten Vergleichssummen angeboten, sagt deren Wiener Anwalt Hans-Otto Schmidt: "Es kann nicht sein, dass wir hier Opfer zweiter Klasse bekommen."