Zentralverband des Deutschen Handwerks droht Überschuldung - DER SPIEGEL
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Zentralverband des Deutschen Handwerks droht Überschuldung

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Nach der Pleite des Internet-Portals handwerk.de steckt nun auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in erheblichen Schwierigkeiten. In einer außerordentlichen Vollversammlung in Berlin sollen die Handwerkskammern und Fachverbände am Mittwoch einen millionenschweren Rettungsplan billigen. Laut einer Sitzungsunterlage müssen die Mitglieder bis zum 30. Juni dieses Jahres 1,5 Millionen Euro aufbringen, "um eine Überschuldung des ZDH zu vermeiden". Zusätzlich seien 6,32 Millionen Euro "für die Enthaftung des ZDH" nötig. Dabei geht es unter anderem um die Ablösung von Bürgschaften für Leasingverträge bei der Landesbank Berlin. Verschiedene Handwerksfunktionäre gehen davon aus, dass ZDH-Präsident Dieter Philipp und sein Geschäftsführer Hanns-Eberhard Schleyer unter Druck geraten. Neben Forderungen nach ihrer Ablösung dürfte auch die komplette Neuordnung des Spitzenverbandes zur Sprache kommen. Am selben Tag werden auch Vollversammlungen des Deutschen Handwerkskammertages und der Bundesvereinigung der Fachverbände des Deutschen Handwerks in dieser Sache abgehalten. Beim ZDH gibt man zu der ganzen Angelegenheit keine Stellungnahme ab. Die Vollversammlungen seien "abzuwarten", sagte ein Sprecher auf Anfrage.