CSU plant neue Sonderabgabe für Kinderlose
Die CSU hat ihr Konzept geändert, nach dem sie Kinderlose künftig stärker an den Kosten der Sozialversicherung beteiligen möchte. Wer keinen Nachwuchs hat, soll zusätzlich zu Renten- und Pflegebeiträgen mit einem einkommensunabhängigen Pauschalzuschlag belegt werden. Bislang hatten sich die Christsozialen dafür ausgesprochen, die Beitragssätze für Kinderlose anzuheben. Wie hoch die Sonderpauschale ausfällt, berechnet derzeit eine von Parteichef Edmund Stoiber eingesetzte Expertengruppe um den früheren Gesundheitsminister Horst Seehofer. Die Sozialbeiträge von Familien hingegen sollen nach dem Willen der CSU deutlich sinken – pro Monat und Kind unter 13 Jahren um 50 Euro bei der Rente und 10 Euro bei der Pflege. Insgesamt, so der Plan, würden damit acht Milliarden Euro im Jahr umverteilt werden. Widerstand gegen das Vorhaben kommt von der Schwesterpartei. Zwar will auch CDU-Chefin Angela Merkel Familien durch sinkende Sozialbeiträge entlasten. Die dadurch entstehenden Löcher in der Renten- und Pflegekasse will sie aber mit Steuergeldern stopfen.