Zweifel an Ursache des Busunglücks in Belgien - DER SPIEGEL
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Zweifel an Ursache des Busunglücks in Belgien

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Bei der Untersuchung des Busunglücks, bei dem am 20. Dezember vergangenen Jahres in Belgien elf Urlauber, darunter zehn Deutsche, verbrannten, hat das bayerische Busunternehmen „Polster Reisen“ Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) um Unterstützung gebeten. Rainer Polster möchte das Wrack begutachten lassen, weil er die bisher angenommene Unfallursache bezweifelt, wird aber von belgischen Behörden daran gehindert. Laut Staatsanwaltschaft in Mons war der Fahrer wohl eingenickt. Ein von Polster beauftragter Stuttgarter Sachverständiger hält dies nicht für plausibel: Vor dem Unfallort musste der Chauffeur über neun Geräuschplatten fahren, die auf eine Fahrbahnverengung aufmerksam machten, und außerdem zwei Kurven nehmen. Ursache des explosionsartigen Feuers an Bord könnten dagegen Trümmerteile von so genannten Betonabweisern gewesen sein, die die Kraftstofftanks und die Elektrik des Fahrzeugs zerstörten. Ein Gutachten ergab zudem, dass die Befestigung der Betonschutzwand, gegen die der Bus geprallt war, nicht den europäischen Vorschriften entsprach.