Bundesregierung schickt keinen Kandidaten ins Rennen um den IWF-Chefposten - DER SPIEGEL
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Bundesregierung schickt keinen Kandidaten ins Rennen um den IWF-Chefposten

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Die Bundesregierung will keinen eigenen Kandidaten für den frei gewordenen Chefsessel des Internationalen Währungsfonds (IWF) ins Spiel bringen. Das stellten Regierungsvertreter am Freitag vergangener Woche klar, nachdem der bisherige IWF-Chef Horst Köhler wegen seiner Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten den Job aufgab. Ein Deutscher als Nachfolger habe keine Chancen, weil er auf Widerstand bei anderen europäischen Regierungen treffen würde, heißt es in Berlin. Vor allem verfüge die rot-grüne Bundesregierung nicht über vorzeigbare eigene Kandidaten. Die beiden einzigen deutschen Fachleute, die denkbar wären, kämen nicht in Frage, weil sie der Opposition zu nahe stünden, argumentieren enge Vertraute von Bundesfinanzminister Hans Eichel. Dabei handelt es sich um Jürgen Stark, Vizepräsident der Bundesbank, und Klaus Regling, Generaldirektor der EU-Kommission für Wirtschaft und Finanzen. Beide dienten als Spitzenbeamte unter dem früheren CSU-Finanzminister Theo Waigel und sind schon häufiger durch harsche Kritik an der rot-grünen Wirtschaftspolitik aufgefallenen. „Hier denkt niemand daran, diesen beiden Quälgeistern einen Gefallen zu tun“, sagte ein Eichel-Mitarbeiter. Frankreich hatte in ähnlichen Fällen stets auf der Wiederbestellung eines Franzosen beharrt.