Krankenkassen Fahrlässigen Funktionären soll künftig Strafe drohen
Spitzenfunktionäre gesetzlicher Krankenkassen sollen für Missmanagement künftig persönlich bestraft werden. Eine vom Bundessozialministerium geleitete Arbeitsgruppe mit den Ländern hat sich im Grundsatz darauf geeinigt, die Haftungsregeln für Kassenvorstände drastisch zu verschärfen.
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Hamburg - Bei grob fahrlässigem Umgang mit den Beiträgen der Versicherten müssten sie demnach auch mit ihrem Privatvermögen einstehen. Mit ihrem Plan reagieren die Politiker auf die drohenden Pleiten bei den Krankenkassen.
Obwohl AOK und Co. keine langfristigen Kredite aufnehmen dürfen, haben die Kassenmanager einen Schuldenberg von insgesamt mindestens zehn Milliarden Euro aufgehäuft. Auch der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK), der derzeit versucht, die überschuldete BKK für Heilberufe in Düsseldorf abzuwickeln, arbeitet an schärferen Verhaltensregeln für das eigene Spitzenpersonal.