Generalbundesanwalt ermittelt wegen Anschlagsplänen auf Bundespräsident Rau
Der Generalbundesanwalt hat wegen der angeblichen Anschlagspläne gegen Bundespräsident Johanes Rau in Afrika Ermittlungen aufgenommen. Das Verfahren wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Verabredung zum Mord richtet sich zunächst gegen Unbekannt. Als unklar gilt immer noch, ob Rau im ostafrikanischen Dschibuti wirklich ein Anschlag drohte. Ein Agent des Bundesnachrichtendienstes (BND) hatte gemeldet, aus dem nahe gelegenen Jemen sei sogar bereits ein Team von Attentätern eingereist; geplant sei ein Anschlag mit einer Autobombe. Als Grund für den Mordplan nannte der Informant die Verärgerung islamistischer Kreise über das Vorgehen des Westens gegen radikale saudische Stiftungen. In Sicherheitskreisen gilt inzwischen allerdings als zweifelhaft, ob sich die Geschichte noch aufklären lässt. Namen der angeblichen Attentäter nannte der BND-Agent nicht. Die Regierung in Dschibuti beharrt darauf, dass die Deutschen einer Falschmeldung aufgesessen seien.