CDU verpasst Präsidentschaftskandidat Köhler sozialeres Image - DER SPIEGEL
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CDU verpasst Präsidentschaftskandidat Köhler sozialeres Image

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die CDU will ihrem Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten, Horst Köhler, ein sozialeres Image verpassen. Der bisherige Chef des Internationalen Währungsfonds fiel seit seiner Nominierung vorwiegend mit Äußerungen zu Wirtschaftsthemen auf. Köhler fordert vor allem radikale Reformen. In den nächsten Wochen soll, so ein Unionsstratege, seine "soziale Kompetenz zum Ausdruck kommen". So soll Köhler unter anderem eine Behinderteneinrichtung besuchen. Zu dieser Strategie passt auch ein geplanter Auftritt Köhlers bei der PDS. Der Kandidat von Union und FDP wird sich voraussichtlich am 10. Mai den Fragen der 31 Wahlmänner und -frauen der Sozialisten stellen. Zwar hatte Parteichef Lothar Bisky zuvor bereits erklärt, die PDS werde voraussichtlich SPD-Kandidatin Gesine Schwan unterstützen. Dennoch betont Bisky nun in einem Schreiben an den "sehr geehrten Herrn Prof. Dr. Köhler", die PDS-Delegierten würden die "Gelegenheit zu einer unvoreingenommenen Meinungsbildung für ihre Wahlentscheidung gern nutzen".