General-Electric-Deutschland-Chef wirft hiesigen Konzernbossen vor, den Standort "schlecht zu reden" - DER SPIEGEL
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General-Electric-Deutschland-Chef wirft hiesigen Konzernbossen vor, den Standort "schlecht zu reden"

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"Gift für den Standort" ist die aktuelle Debatte um die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer für Thomas Limberger, Chef des Deutschland-Ablegers von General Electric (GE). Dem SPIEGEL sagte Limberger weiter: "Mich nervt es mittlerweile, wie etliche Top-Manager dauernd den Standort schlecht reden." Der sei "weit besser als sein Ruf". Dass ausgerechnet Limbergers Münchner Erz-Rivale Siemens die Outsourcing-Diskussion mit angezettelt habe, erfülle ihn nicht mit Schadenfreude - "im Gegenteil". Dabei gebe es hier zu Lande "noch eine Menge Potenzial zu entdecken". Der Umsatz von GE Deutschland schwoll im vergangenen Jahr vor allem durch Zukäufe und Wechselkurs-Effekte von 4,4 auf knapp 6 Milliarden Dollar an. Der Gewinn wuchs zweistellig. Auch die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland stieg von 5400 auf 7000. "Unterm Strich dürften nicht viele dieser Jobs wegfallen", kündigte Limberger an, "allenfalls im administrativen Bereich." Firmen, die GE hier zu Lande bislang gekauft habe, würden das Portfolio des US-Konzerns ergänzen. Im Juni eröffnet er in Garching bei München das neue Europa-Forschungszentrum seines Konzerns, in dem mehrere hundert Jobs entstehen sollen.