Anschlag im Irak Drei weitere GSG-9-Beamte entkamen nur knapp
Hamburg - Die GSG-9-Beamten flüchteten mit einem der jordanischen Lasttaxis, die den Transport begleiteten, zur deutschen Botschaft in Bagdad. Nach den bisherigen Untersuchungen geriet der Konvoi auf der nördlichen Umgehungsstraße von Falludscha in einen raffiniert geplanten Hinterhalt. Über mehrere Kilometer hatten sich irakische Widerstandskämpfer postiert und die Kolonne mit Schnellfeuergewehren und Panzerfäusten beschossen.
Nach Auffassung deutscher Sicherheitsexperten war der Hinterhalt eigentlich für einen Überfall auf einen amerikanischen Konvoi geplant. Ursprünglich hatte sich der Konvoi schon fünf Tage zuvor auf den Weg nach Bagdad machen sollen. Weil aber zwei Botschaftsfahrzeuge wegen Getriebeschäden liegen blieben und zudem ein Sandsturm zum Abbruch der Reise zwang, kam es zu erheblichen Verzögerungen.
Alle bisherigen Versuche, die Leichen der beiden höchstwahrscheinlich getöteten deutschen Grenzschützer zu bergen, sind bisher gescheitert. Die deutsche Botschaft hat inzwischen die Clans in Falludscha aufgefordert, bei der Suche zu helfen.