Wirtschaftspolitiker von Union und SPD fordern staatlich geförderten Niedriglohnsektor - DER SPIEGEL
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Wirtschaftspolitiker von Union und SPD fordern staatlich geförderten Niedriglohnsektor

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In der Debatte um einen staatlich geförderten Niedriglohnsektor drücken Wirtschaftspolitiker von Union und SPDaufs Tempo. So fordert der SPD-Wirtschaftssprecher Rainer Wend noch für diese Legislaturperiode ein entsprechendes Programm der Bundesregierung: "Die Koalition sollte ein bundesweites Konzept für Lohnzuschüsse anpacken", sagt Wend dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Dabei müsse das Konzept "nicht nur für Langzeitarbeitslose, sondern für alle Geringverdiener entwickelt werden".

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Gillo will in den nächsten Wochen ein eigenes durchgerechnetes Niedriglohnkonzept für Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit vorlegen. "Die Regierung hat mit den Hartz-Reformen den Leidensdruck auf Arbeitslose erhöht", sagte Gillo dem SPIEGEL. "Nun müssen wir dafür sorgen, dass sich Arbeiten auch finanziell wieder stärker lohnt."