Medien Springer-Erben wollen gegen Aktienoptionen für Vorstand klagen
Hamburg - Die beiden Enkel des Verlagsgründers wollen deshalb einen entsprechenden Beschluss der Hauptversammlung vom vergangenen Mittwoch vor Gericht anfechten. Axel Sven Springer und seine Schwester sind Minderheitsgesellschafter des Verlags und haben erst vor kurzem vor Gericht ihre Einspruchsrechte gegenüber ihrer Stiefgroßmutter und Mehrheitsgesellschafterin Friede Springer verteidigt. Zusammen halten die drei Erben 50 Prozent und zehn Aktien am Konzern.
Bei der Abstimmung über das Optionsprogramm hat ihre gemeinsame Gesellschaft, gegen den Willen der beiden Enkel, nicht mitgestimmt - und erst damit eine Mehrheit für das Vorhaben ermöglicht. Zu dieser Aktion lag schon vor der Hauptversammlung ein Gutachten des Frankfurter Aktienrechtlers Theodor Baums vor. Das Verhalten der von Friede Springer dominierten Erbengemeinschaft sei "rechtswidrig", erläutert Axel Sven Springer das Ergebnis der Baums-Expertise gegenüber dem SPIEGEL.