Stark begrüßt Berufung Webers zum Bundesbank-Chef
Der designierte Bundesbank-Präsident Axel Weber kann auf breite Zustimmung im Vorstand der deutschen Zentralbank rechnen. Vize-Präsident Jürgen Stark, der selbst für den Präsidentenposten im Gespräch war, hat nichts gegen die Wahl Webers einzuwenden. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der designierte Präsident und der Vize-Präsident zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern ein starkes Team bilden", sagte Stark dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Damit trat Stark auch Spekulationen entgegen, er werde zurücktreten, weil er selbst nicht zum Zuge gekommen sei. "Ich habe einen Vertrag mit der Institution Bundesbank bis 2008. Ich erwarte, dass sie ihn erfüllt, genauso wie sie Anspruch darauf hat, dass ich ihn erfülle." Mit der Wahl Webers seien die besten Voraussetzungen dafür gegeben, "dass wir den entstandenen Ansehensverlust der Bundesbank durch harte und erfolgreiche Arbeit rasch wieder beseitigen." Wie DER SPIEGEL weiter berichtet, sollen die Verträge der Bundesbank-Vorstandsmitglieder nach den Vorstellungen des Bundesfinanzministeriums geändert werden. Danach soll in ihnen ein Verweis auf das Beamtenrecht verankert werden, um künftig Einladungen wie im Fall Welteke zu verhindern.