Zentralverband des deutschen Handwerks braucht fünf Millionen Euro
Schwer zu schaffen macht die Insolvenz des Internet-Portals handwerk.de dem Zentralverband des deutschen Handwerks und seinem Präsidenten Dieter Philipp. Trotz vorgezogener Mitgliederbeiträge ist "die finanzielle Lage des ZDH angespannt, wir stehen zweifellos am Scheideweg", bestätigt Otto Kentzler, Vorsitzender des Haushaltsauschusses. Wenn die Vollversammlung im September das "Finanzierungskonzept über fünf Millionen Euro" nicht genehmige, bekomme man "sehr große Probleme". Laut Bericht der Wirtschaftsprüfer werde dann "unmittelbar die Zahlungsunfähigkeit und damit die Insolvenz des ZDH drohen". Hintergrund des akuten Finanzbedarfs sind Leasingverträge mit der Landesbank Berlin über 5,3 Millionen Euro, die der Verband auf Grund der Insolvenz des Internet-Portals handwerk.de übernehmen musste. "Die Belastung aus der Bedienung der Leasingverträge werden ab November zu einer Unterdeckung in den Haushalten führen", heißt es in einem Bericht der Wirtschaftsprüfer. Mit dem Rückgriff auf "die allgemeine Rücklage und die zweckgebundene Rücklage Altersversorgung" können die laufenden Ausgaben für etwa ein weiteres Quartal abgedeckt werden, schildern die Prüfer die dramatische Lage.