Bertelsmann, Springer und Gruner+Jahr einigen sich auf neuen Druckgiganten - DER SPIEGEL
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Bertelsmann, Springer und Gruner+Jahr einigen sich auf neuen Druckgiganten

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner und die Vorstandschef der beiden Bertelsmann-Töchter Gruner+Jahr und Arvato haben sich vergangene Woche nach monatelangen Verhandlungen auf die Eckpunkte für eine Fusion ihrer Tiefdruckereien geeinigt. Entstehen wird ein Druckgigant mit 5000 Beschäftigten an fünf Stand- orten in Deutschland und einem Marktanteil von knapp 25 Prozent bei der Produktion von Hochglanz-Magazinen und Katalogen.

Gruner+Jahr soll bei dem Joint Venture knapp die Mehrheit der Anteile erhalten, Arvato aber den Vorstandschef stellen. Der Einfluss von Springer als Junior-Partner soll gesichert werden, indem wichtige Entscheidungen nur einstimmig getroffen werden können. Die beteiligten Konzerne werden dazu ihre Tiefdruckereien komplett ausgliedern und in einem neuen, von Einzelinteressen möglichst unabhängigen Unternehmen zusammenführen, das seinen Sitz wahrscheinlich im Ausland haben wird. Zunächst müssen jedoch die Kartellwächter der EU der geplanten Fusion zustimmen. Schon in den nächsten Wochen soll ein entsprechender Antrag in Brüssel eingereicht werden.