Eichel will im nächsten Jahr rund 24 Milliarden Euro Schulden machen - DER SPIEGEL
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Eichel will im nächsten Jahr rund 24 Milliarden Euro Schulden machen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bundesfinanzminister Hans Eichel plant für das nächste Jahr eine Neuverschuldung von rund 24 Milliarden Euro ein. Das sind über zwei Milliarden Euro mehr als in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen. Dennoch würde der Finanzminister damit unter der für Investitionen vorgesehenen Summe von 24,7 Milliarden Euro bleiben und so einen verfassungsgemäßen Haushalt vorlegen, berichtet das Nachrichten- Magazin DER SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe. Das staatliche Defizit würde aber trotzdem über der im Stabilitätspakt vorgegebenen Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts verharren. Experten des Finanzministeriums rechnen derzeit mit einem Defizit von bis zu 3,3 Prozent für 2005. Um Finanzierungslöcher im Haushalt für das nächste Jahr zu stopfen, denkt Eichel zudem daran, in großem Umfang den Verkauf von Bundesvermögen, vor allem von Post- und Telekom-Aktien von diesem ins nächste Jahr zu verschieben. Die Einnahmeausfälle, die dadurch im Etat dieses Jahres entstehen, sollen durch neue Kredite ausgeglichen werden. Damit zeichnet sich laut SPIEGEL für 2004 eine Rekordneuverschuldung von über 40 Milliarden Euro ab.