Bundesagentur Ich-AG-Welle kostet mehr als erwartet
Hamburg - Ursprünglich waren für die Zuschüsse, die Arbeitslose bekommen, wenn sie sich selbständig machen, im laufenden Haushalt 500 Millionen Euro eingeplant. Jetzt rechnet Agentur-Chef Frank-Jürgen Weise mit Ausgaben von rund 850 Millionen Euro. Grund ist die unerwartet starke Nachfrage nach den Existenzgründungshilfen, die allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres zu fast 49.000 neuen Kleinstunternehmen führte. Kritiker fürchten allerdings, dass ein Großteil der Mittel wirkungslos verpufft. Von Januar bis April dieses Jahres stiegen bereits 14.000 Existenzgründer aus, wie aus der jüngsten Agentur-Statistik hervor geht. Dies entspricht fast genau der Zahl der Neuanmeldungen von vor einem Jahr. Da die Höchstförderung von monatlich 600 Euro ein Jahr lang gewährt wird, liegt der Verdacht nahe, dass ein großer Teil der Existenzgründer lediglich die Förderung mitgenommen hat, um sich danach wieder arbeitslos zu melden.