Stühlerücken im WAZ-Konzern / Rau-Sprecher für Führungsposten im Gespräch
Klaus Schrotthofer, Sprecher des scheidenden Bundespräsidenten Johannes Rau, ist für eine Führungsposition beim WAZ-Konzern im Gespräch. Die Essener Zeitungsgruppe sucht zurzeit einen neuen Chefredakteur für ihre "Westfälische Rundschau". Daneben wackelt auch der Posten von Uwe Knüpfer: Beim Chefredakteur der "WestdeutschenAllgemeinenZeitung" steht zum Jahreswechsel eine Vertragsverlängerung an. Zudem wird für die "Neue Rhein Zeitung" ein stellvertretenderChefredakteur gesucht. Die WAZ-Blätter kommen auf eine Auflage von über eine Million Exemplaren und bilden die wohl größte publizistische Macht inNordrhein-Westfalen. Vor den Kommunal- und Landtagswahlen an Rhein und Ruhr ist das Personalkarussell deshalb von besonderer Bedeutung. Die konservative Fraktion unter den WAZ-Eignern hat sich intern unzufrieden mit Knüpfers Leistung bei der traditionell linken "Westdeutschen Allgemeinen"gezeigt und einen potenziellen Nachfolger genannt: Ulrich Reitz. Der Chefredakteur der konservativen "Rheinischen Post" und Autor einer Wolfgang-Schäuble-Biografie gilt aber beim SPD-nahen WAZ-Gesellschafterstamm Brost als nicht durchsetzbar.