Pop-Literat Stuckrad-Barre berichtet von seiner Kokainsucht - DER SPIEGEL
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Pop-Literat Stuckrad-Barre berichtet von seiner Kokainsucht

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Der 29-jährige Autor Benjamin von Stuckrad-Barre, der mit Büchern wie "Soloalbum" und schrillen Fernsehauftritten bekannt wurde und vor allem von jungen Fans verehrt wird, gibt in einem SPIEGEL-Gespräch ausführlich Auskunft über seine Drogensucht: Er sei kokainsüchtig gewesen und habe unter starken Depressionen gelitten, berichtet der oft als Pop-Literat bezeichnete, in Göttingen aufgewachsene Jungschriftsteller. Erst als er sich eines Morgens nicht mehr bewegen konnte, habe er sich zum ersten von drei Therapieversuchen in einer Klinik entschlossen: "Ich lag eines Morgens auf dem Bett, weinte nur noch, zitterte am ganzen Körper und konnte schlichtweg nicht mehr aufstehen", erinnert sich Stuckrad-Barre, der mittlerweile in Zürich lebt. "Meine Flucht in die Krankheit wurde befeuert durch ein Gefühl des dauernden und aus allen Richtungen kommenden Angefeindetwerdens. Ich wurde ja vom ersten Buch an verrissen, wie es nicht normal ist", sagt der Autor, auch habe er den Rummel um seine inzwischen beendete Liebesbeziehung mit der Entertainerin Anke Engelke nicht verkraftet: "Mein privates Leben existierte plötzlich nicht mehr." Dass er mittlerweile ohne Drogen und Alkohol zurechtkomme, verdanke er, so Stuckrad-Barre, "vor allem dem Zusammentreffen mit Udo Lindenberg". Der Alt-Rocker habe ihm "den Arzt empfohlen, der auch ihm geholfen hat, mit dem Trinken aufzuhören. Dann haben Udo und dieser Arzt mich dazu gebracht, in eine Klinik in einem Hamburger Vorort zu gehen. Seitdem lebe ich vollkommen abstinent. Und fühle mich stark genug, das durchzuhalten".