Mutmaßlicher islamistischer Top-Terrorist lebte im Saarland - DER SPIEGEL
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Mutmaßlicher islamistischer Top-Terrorist lebte im Saarland

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Der am vergangenen Dienstag in Italien festgenommene mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von Madrid, Rabei Osman al-Sayed Ahmed, hat mehr als zwei Jahre im Saarland gelebt. Im saarländischen Lebach hatte Ahmed alias „Mohammed, der Ägypter“ in einem Aufnahmelager für Asylbewerber einen Gebetsraum eingerichtet und als Imam gegen Juden agitiert. Ahmed war im Juni 1999 von Grenzschutzbeamten aufgegriffen worden, als er versucht hatte, illegal ohne Papiere im Zug von Deutschland nach Frankreich zu reisen. Den Beamten hatte er angegeben, er sei staatenloser Palästinenser. Mehr als ein Jahr lang, von Juni 1999 bis September 2000, saß er deshalb in der Justizvollzugsanstalt Ottweiler. Dort arbeitete er als Hausreiniger und studierte den Koran. Im September erteilten ihm die Behörden eine auf ein Jahr befristete Duldung und entließen ihn in das Aufnahmelager Lebach. Kurz vor dem 11. September 2001 tauchte er ab und wurde vom deutschen Staatsschutz zur Beobachtung ausgeschrieben. Ab 2002 begannen die spanischen Behörden, „Mohammed, den Ägypter“ zu suchen und baten die deutschen Kollegen dabei mehrfach um Hilfe.