Staatsanwaltschaft ermittelt in Pensionskassenaffäre - DER SPIEGEL
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Staatsanwaltschaft ermittelt in Pensionskassenaffäre

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Im Geschäft mit der betrieblichen Altersvorsorge wurden mehrere tausend Rentner Opfer dubioser Immobilientransaktionen. Wegen der undurchsichtigen Geschäfte der Pensionskasse für die Deutsche Wirtschaft (PKDW) mit einem Bauträger hat die Staatsanwaltschaft Duisburg Ermittlungen aufgenommen. "Wir haben Strafanzeige erstattet", bestätigt ein Kassensprecher. Das ehemalige Vorsorgewerk der chemischen Industrie, an dem Betriebe wie etwa Merck, BP und Veba Oel angeschlossen sind, besaß Ende 2002 kein Eigenkapital mehr. Die Verwalter hatten einen Verlust von 153 Millionen Euro produziert. In der Folge musste die Mitgliederversammlung im Jahr 2003 die Pensionsleistungen für rund 12000 Rentner um bis zu 25 Prozent herabsetzen. Hintergrund der herben Verluste sind neben der Börsenkrise vor allem Investitionen in maßlos überteuerte Immobilien, darunter auch Kur- und Freizeitanlagen. Dabei "gehört der Betrieb von Hotel- und Gastronomiebetrieben nicht zu den Geschäften, die eine Pensionskasse betreiben darf", heißt es im Prüfbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Inzwischen klagt die Pensionskasse gegen einen Bauträger auf Schadensersatz. Dem Ex-Geschäftsführer der PKDW droht Ähnliches. Den ehrenamtlichen Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, bei denen es sich meist um Manager der angeschlossenen Firmen handelt, sollen hingegen gerichtliche Verfahren erspart bleiben - vorausgesetzt, die kommende Mitgliederversammlung stimmt der umstrittenen Amnestie zu.