Bundesbank will sich trotz neuer Affäre noch keinen Kodex geben - DER SPIEGEL
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Bundesbank will sich trotz neuer Affäre noch keinen Kodex geben

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Trotz neuerlicher Bundesbank-Affären, diesmal um Vorstandsvillen und Immobilienbesitz, wollen sich Teile des Vorstands des Frankfurter Geldinstituts vorerst keinem neuen Ehrenkodex unterwerfen - auch wenn der bereits vorliegt. Innerhalb der Führungsspitze wüchsen "Vorbehalte" gegen ein solches Papier, berichtet der SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe.

Nach der Adlon-Affäre des früheren Bundesbank-Chefs ErnstWelteke hatten die Frankfurter den renommierten Aktienrechtler Professor Theodor Baums gebeten, Arbeit und Verhalten des Restvorstands zu beleuchten. Inzwischen liegt den Spitzen des Instituts laut SPIEGEL das Papier vor, das weit schärfere und spezieller auf typisch deutsche Gegebenheiten ausgerichtete Regeln vorsähe als etwa der Kodex der Europäischen Zentralbank. Unter anderem gehe es in Baums' Entwurf um Fragen der Bestechung, unerlaubter bzw. erlaubter Nebentätigkeiten, aber auch der Annahme anderweitiger Vorteile. Laut SPIEGEL ist der neue Bundesbank-Präsident, Axel Weber, dem Kodex gegenüber durchaus aufgeschlossen, weiß aber um den wachsenden Widerstand in den Reihen seines Vorstands, dem die eher schwammigen EZB-Regeln genügen würden.