Porsche-Großaktionär Piëch verkauft Aktienpaket
Mit Verkäufen von Porsche-Aktien fiel in den vergangenen beiden Wochen Hans Michel Piëch auf. Der Bruder von Ex-VW-Chef Ferdinand Piëch verkaufte zwischen dem 14. und 23. Juni Vorzugsaktien der Sportwagenfirma im Wert von 28,5 Millionen Euro. Das geht aus Meldungen hervor, die das Unternehmen nach dem Wertpapierhandelsgesetz über den Aktienhandel von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern veröffentlicht. Allein am 15. Juni veräußerte Hans Michel Piëch, der im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt, Papiere für 8,861 Millionen Euro. Der Einfluss der beiden Familienstämme Piëch und Porsche auf das Unternehmen sinkt dadurch keineswegs. Denn sie halten weiterhin alle Stammaktien von Porsche, die allein stimmberechtigt sind. Verantwortlich für den Kursrutsch der Aktie in der vergangenen Woche waren aber nicht seine Verkäufe, sondern Analystenberichte, nach denen die Gewinne der Sportwagenfirma nach dem Jahr 2006 "dramatisch einbrechen" könnten. Grund: Die Schwäche des Dollar gegenüber dem Euro treffe das Unternehmen, das einen großen Teil seiner Fahrzeuge in den USA verkauft. Goldman Sachs reduzierte das Rating der Aktie auf "underperform". Das Unternehmen wies diese pessimistische Einschätzung zurück. Sie basiere auf falschen Annahmen. Vorstandschef Wendelin Wiedeking hatte bei der Vorstellung des neuen Modells 911 weiteres Wachstum in Aussicht gestellt.