Eichel will Nutzungsgebühr für Flughafen Köln-Bonn drastisch erhöhen: fast 3000 Prozent mehr
Zwischen Bundesfinanzminister Hans Eichel und den Managern des Flughafens Köln-Bonn ist ein heftiger Streit um die Nutzungsgebühren für das Airport-Gelände entbrannt. Die Eigentümer - der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Köln - hatten sich jahrelang mit einem vergleichsweise bescheidenen Erbbauzins begnügt, um die ehemalige Regierungspiste nach dem Berlin-Umzug vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit zu retten. Doch seit es dem Flughafenchef Michael Garvens gelungen ist, neue Kunden, insbesondere Billigflieger, nach Köln-Bonn zu locken, will Eichel die Miete kräftig erhöhen. Statt der vereinbarten 500000 Euro soll der Flughafen rückwirkend ab 2001 rund 15 Millionen Euro pro Jahr an die Staatskasse abführen. Garvens weigert sich bislang zu zahlen, der geforderte Betrag treibe den Betrieb in den Ruin, argumentiert er. Der Finanzminister will das Geld nun einklagen. Die Köln-Bonner würden ihre Zahlen künstlich schlechtrechnen, wirft er Garvens vor, außerdem sei der Wert der Grundstücke in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Ob die Erhöhung um fast 3000 Prozent gerechtfertigt ist, muss jetzt das Landgericht Köln entscheiden.