Autoindustrie: VW-Konzern steuert in die Krise - DER SPIEGEL
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Autoindustrie VW-Konzern steuert in die Krise

Die Lage bei Volkswagen ist ernst. Auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg stimmte der Personalvorstand Peter Hartz die Belegschaft jetzt auf schwierige Zeiten ein: Das Werk sei nur zu 70 Prozent ausgelastet.
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Berlin - "Die Lage ist ernst", sagte Hartz, "und wir müssen uns darauf einstellen." Der Absatz liege "weit hinter unseren Erwartungen". Das Werk Wolfsburg sei nur noch zu 70 Prozent ausgelastet, und eine derart geringe Auslastung reiche nicht aus, um die gut 176 000 Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern.

Im Stammwerk sollen nach Informationen des SPIEGEL in diesem Jahr 67000 Autos weniger gebaut werden als geplant. In den Herbstferien und zu Weihnachten soll die Produktion zeitweise ruhen und die Belegschaft zwei Wochen zu Hause bleiben und Überstunden abfeiern. VW-Chef Bernd Pischetsrieder muss schon bald eine Gewinnwarnung herausgeben.

Sein Ziel, 2004 wie im vergangenen Jahr ein operatives Ergebnis vor Sonderein- flüssen von 2,5 Milliarden Euro zu erreichen, ist nicht mehr schaffen. Verluste fährt das US-Geschäft wegen der hohen Rabatte und dem niedrigen Dollar-Kurs ein. Die Gewinne in China schmelzen, weil VW dort wie Konkurrent General Motors die Preise senken musste. Und auf dem deutschen Markt bleibt der erwartete Aufschwung aus.

Das Sparprogramm "ForMotion" von VW-Chef Pischetsrieder ist ehrgeiziger als bislang bekannt. Zusammen mit einem bereits laufenden Ergebnisverbesserungsprogramm sollen die Kosten damit nicht um zwei, sondern um insgesamt drei Milliarden Euro gesenkt werden.