Kartellverfahren gegen Papierindustrie - DER SPIEGEL
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Kartellverfahren gegen Papierindustrie

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Europas Papierindustrie drohen hohe Strafen wegen möglicherweise illegaler Preisabsprachen. Schon im Mai wurden auf Antrag der EU-Wettbewerbshüter die Niederlassungen und Zentralen führender schwedisch-finnischer Hersteller von Magazin- und Zeitungspapier wie Stora Enso in Düsseldorf, UPM-Kymmene in Augsburg oder M-Real in Hamburg durchsucht. Auf Antrag von Papiereinkäufern in den USA wurde im Juni eine Klage wegen Preisabsprachen gegen 20 europäische und US-Papierkonzerne eröffnet. Bereits im Vorjahr war der damalige Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Magazinpapierkonzerns UPM-Kymmene, Juha Niemelä, vom US-Justizministerium wegen vermuteter Preisabsprachen für selbstklebendes Papier vernommen worden. Niemelä, einer der einflussreichsten Unternehmer Finnlands, trat im Januar überraschend zurück und wechselte auch nicht in den Aufsichtsrat. "Der Managementwechsel hat nichts mit dem Kartellverfahren zu tun", behauptet UPM-Kymmene-Sprecherin Pirkko Harrela. UPM wolle wie M-Real mit den Ermittlungsbehörden "vollständig kooperieren", um die "unberechtigten Vorwürfe" aufzuklären.